Was war los, Sueddeutsche? Könnt Ihr das Wasser nicht halten?

Dass eine Zeitung mit Zitaten aus einem selbstgeführten Interview zu Marketingzwecken auf den Info-Markt wirft, ist normal.

Dass sie das am Vorabend des Erscheinens tut, ist auch normal.

Was aber die Süddeutsche da macht, finde ich irgendwie nicht normal: Sie berichtet in der Samstagsausgabe – und online – über ein Interview, das in der Montagsausgabe erscheinen wird. Haut als Appetithappen auf dieses – ehrlich gesagt nicht so Wahnsinns-Kracher-Jetzt-fliegt-uns-gleich-die-Welt-um-die-Ohren-mäßige – Interview Zitate raus (http://www.sueddeutsche.de/L5h38F/3655771/Vosskuhle-Es-muss-ein-Schlusspunkt-gesetzt-werden.html), die erst zwei Tage später überprüft und im Kontext gelesen werden können.

Was kommt als nächstes: Der Focus vermarktet am Donnerstag ein Focus-Interview vom kommenden Montag – das dann am Montag entweder gar nicht mehr erscheint oder, noch besser, schon inklusive der Reaktion auf das Interview oder, noch noch besser, inklusive der Reaktion des Interviewten auf auf die Reaktion auf das Interview?

Leute, haltet doch einfach mal das Wasser.

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