Neon hat Kummer

Mindestens so interessant wie die Mitteilung selbst über gefälschte Interviews bei neon

http://www.neon.de/kat/freie_zeit/literatur/presse/305750.html

ist die Debatte darüber auf neon.de.

Ohne jede Häme: Dem Stern hat sich gefakte Hitlertagebücher andrehen lassen. Bei der New York Times ist ein Reporter – trotz massiver Warnhinweise seiner betreuenden Redakteure – aufgestiegen und aufgestiegen, hat dort Hunderte von Artikeln untergebracht – bis das Blatt seine CopyPaste- und Lügenmethoden wahrhaben wollte. Die Washington Post hat einen Pulitzer-Preis gewonnen mit einer Geschichte, die von vorn bis hinten erlogen war.

Fakes hat es im Journalismus immer gegeben und wird es immer geben. Frisierte und gefälschte Interviews wird es immer geben.

Wie immer kleinere Redaktionen das verhindern sollen – I don’t know.

Putzig allerdings ist die Begründung der Basler Zeitung, warum man Mocek-Interviews gedruckt habe:

… Aufgrund dieser positiven Erfahrung und aufgrund der Tatsache, dass «Neon» eine Dokumentation besitzt, die für den Faktencheck verantwortlich ist und Texte sowieso nur mit einer Bewilligung der Chefredaktion zum Zweitabdruck freigibt, hatten wir uns vertrauensvoll dafür entschieden, das Interview mit Beyoncé Knowles in unserer Zeitung zu bringen…

http://bazonline.ch/kultur/pop-und-jazz/Zu-gut-um-wahr-zu-sein/story/24608394

Das kommt dann von dem ganzen Outgesource!

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2 Antworten zu “Neon hat Kummer

  1. http://www.welt.de/print-wams/article601746/Verlassen_und_vernarrt.html
    Hat die Redaktion von „Welt.deWeltMorgenpostWeltkompaktWamS“ eigentlich mal ihre Mocek-Texte gecheckt, checken lassen?
    Und wie kommt es, dass der Name jenes SZ-Magazin-Chefredakteurs, der damals Kummer gegen alle Bedenken lange gehalten hat, in der Springer-Presse nie auftaucht? Könnte es damit zusammenhängen, dass dieser Mann – einst bei Welt, jetzt bei Rolling Stone – bei Springer ne große Nummer ist? Könnte es sein, dass die Springerleute U L F P O S C H A R D T einfach nicht gegen den Karren fahren wollen?
    Nein, das kann ich nicht glauben. Sind ja schließlich aufrechte Burschen, die bei Springer.

  2. „Die Washington Post hat einen Pulitzer-Preis gewonnen mit einer Geschichte, die von vorn bis hinten erlogen war.“
    Ist doch angemessen, dafür den Vater-der-Zeitungslüge-Preis zu bekommen (s. Kuba 1898)…

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