„Presseheft nicht bekommen?“ – Es gibt Tage, da fühlt man mit Til Schweiger

Es gibt Tage, da fühlt man mit Til Schweiger.

Erst pariert er im Interview – sau-bockig, aber eben auch sau-ehrlich – die ziemlich süßen Heranwanz-Versuche der Herrschaften Spiegel-Redakteure („Möglicherweise hätte uns Ihr neuer Film gefallen… Vielleicht ist er besser, als wir gedacht haben.“)

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,664363,00.html

Und dann holt Spiegel Online die große Pumpgun heraus und mäht den Film, aber viel mehr noch dessen Macher derart nieder (http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,664998,00.html), dass man denkt: Armer Til Schweiger.

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2 Antworten zu “„Presseheft nicht bekommen?“ – Es gibt Tage, da fühlt man mit Til Schweiger

  1. Das feine an der Sache ist, wie die Redakteure Till Schweiger so was von bestätigen: Der Feuilleton in Deutschland ist Arsch. Es gibt Seilschaften geradezu mafiöser Struktur in der Literaturkritik und auch der Filmkritik, die teilweise untereinander schwerst verfeindet sind. Wehe dem armen Künstler, der zwischen die Fronten gerät.

    Der kommerziell ausgerichtete oder gar erfolgreiche Künstler hat grundsätzlich keine Chance – wer sich in jungen Jahren nicht einer Mafia angedient hat und sie regelmäßig hofiert, wird konsequent mit Hass bedacht, sollte er auch noch so dreist sein und die Zöglinge der Mafia überflügeln. Till spricht es aus: Rrrrrummms bekommt er die Rache der Familie zu spüren.

  2. @erz: Dieser Verschwörungstheorie kann ich mich nicht ganz anschließen. Von „mafiösen Strukturen in der Literatur- und Filmkritik“ kann ich beim besten Willen nichts in der deutschen Presselandschaft wahrnehmen, weder als Konsument noch als Beteiligter.
    Jeder bedient halt sein Publlikum, und so ist ein Til Schweiger in der Bild wesentlich wohlgelittener als im Spiegel. Das Problem sehe ich eher in der breiten Unsicherheit, die dazu führt, dass in vielen Publikumstiteln nur noch auf die großen Namen – sprich: die sichere Nummer – gesetzt wird. Die Qualität ist weniger ein Kriterium. Und davon profitiert auch ein „armer Künstler“ wie Til Schweiger.
    Aber die breiten Titel wiederum priesen kürzlich eine Herta Müller als DEN Lesetipp schlechthin an, in der Vortäuschung, alles von ihr zu kennen. Während das Feuilleton (das angeblich im Arsch ist) da schon frech fragte: Herta wer?

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